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Rege Bautätigkeiten in der Evangelischen Kirchengemeinde im Jahr 2006 Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeindehauses „Photovoltaik“ bedeutet: „Stromerzeugung aus dem Licht der Sonne“. Warum machen wir das als Kirchengemeinde auf unseren Dachflächen? Wir alle wissen, dass die Energievorräte endlich sind. Öl- und Gasvorkommen reichen noch etwa 60 Jahre. Außerdem fallen bei der Verbrennung fossiler Stoffe (Öl, Gas, Kohle, Holz) die für das Weltklima schädlichen Kohlenwasserstoffe an (CO2). Sie sind verantwortlich für die Aufwärmung der Erde wie unter einer Glasglocke – und damit für den Klimawandel, dessen Folgen wir längst beobachten können: Anstieg der Temperaturen, Abschmelzen der Gletscher, Anstieg des Meereswasserpegels, Zunahme von Trockenheit einerseits, monsunartigen Regenfällen und Stürmen andererseits. Die Schöpfung ist bedroht! Klimawandel gab es zwar schon immer – Temperaturschwankungen über Jahrtausende hinweg – aber der Unterschied ist: Der Klimawandel ist diesmal vom Menschen selbst innerhalb der letzten 150 Jahre seit der Industrialisierung verursacht. Es ist also Zeit gegenzusteuern und Strom aus wieder erneuerbaren Energien zu gewinnen, um die Ressourcen zu schonen und den Ausstoß von CO2 zu verringern. Unter dem Motto: „Schöpfung bewahren“ entschied sich der Kirchenvorstand im Jahr 2002, 30 m² Solarstrommodule auf dem Dach des Evangelischen Kindergartens zu installieren. Den Anstoß für diesen Einstieg ins „Solarzeitalter“ gab im Wesentlichen das Gemeindeglied Karin Himmler, damals auch Mitglied des Kirchenvorstands. Für das Engagement in diesem Bereich erhielt die Kirchengemeinde den „Umweltpreis der Stadt Osthofen 2005“. In diesem Jahr (2006) hat der Kirchenvorstand beschlossen, sein Engagement zu verstärken. Im Pfarrgarten hinter dem Gemeindehaus waren infolge der großen Trockenheit im Sommer 2003 die große Birke und die Fichte abgestorben. Es bot sich also die Gelegenheit, die Beschattung des Daches zu beseitigen und auf der kompletten Südseite des Gemeindehausdaches knapp 70 m² Solarstrommodule zu installieren. Diese Anlage arbeitet seit dem 23.November 2006. Beide Anlagen zusammen haben eine Fläche von knapp 100m²; damit kann nun annähernd der statistische Bedarf für drei 4-köpfige Familien erzeugt werden. Der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung lohnt sich also – und dies auch in doppeltem Sinne. Der Kirchenvorstand rechnet damit, dass die Erträgnisse aus der Energieeinspeisung – wenn die Anlage nach 12 bis 15 Jahren amortisiert ist – helfen, die Gebäudeunterhaltung zu finanzieren. |
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