Wir aktualisieren momentan unser Webseiten Design um die Erfahrung auf unserer Website zu verbessern.

Konzeption

 

 

Konzeption

der pädagogischen Arbeit

 

( 8. √ľberarbeitete Auflage; Februar 2021)

 

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. √Ėffnungszeiten

3. Rahmenbedingungen

3.1 Träger und Organisation

3.2 Rechtsanspruch und Kosten

3.3 Aufnahmekriterien

3.4 Aufnahmeverfahren

4. Ziele, Inhalte und Planung der pädagogischen Arbeit

4.1 Eingewöhnungskonzept

4.1.1 Eingewöhnung von Ü3 Kindern

4.1.2 Eingewöhnung U3

4.2 Spiel- und Lernangebote

4.2.1 Spiel und Lernangebote im U3 Bereich

4.2.1.1 Lernen und Bewegung

4.2.1.2 Sprachförderung

4.2.1.3 Erste musikalische Erfahrungen

4.2.1.4  Sauberkeitserziehung

4.2.1.5 Forschendes Lernen und Selbstbildung anregen

4.2.1.6 Rituale

 4.2.2 Spiel- und Lernangebote Ü3

4.3 Regelmäßige Angebote

5. Vorbereitung auf die Einschulung

6. Wir sind ein evangelischer Kindergarten

7. Portfolio

8. Kranke Kinder

9. Tagesablauf

9.1 Tagesablauf U3

9.2 Tagesablauf √ú3

10. √Ėkologische √úberlegungen zu unserer Arbeit

11. Feste

12. Elternarbeit

12.1 Inhalt unserer Elternarbeit

 12.2 Ziele unserer Elternarbeit

 12.3 Förderverein Sonnenschein

13. Das Team

14. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

15. Unsere Kita ist ein Ausbildungsbetrieb

16. Fortbildung

 

 

 

1. Vorwort

Durch eine Spende der Firma Otto Schill - damals Mitglied des Kirchenvorstandes - wurde der Bau des Kindergartens im Jahre 1960 ermöglicht.

Die festliche Einweihung fand im Januar 1962 statt.

Urspr√ľnglich hatte der Kindergarten zwei Gruppen, nach dem Umbau wurde er auf drei Gruppen erweitert.

In den Anfangsjahren waren in den drei Gruppen 120 Kinder untergebracht, die von 4 Mitarbeiterinnen betreut wurden.

Aufgrund eines neuen Kindergartengesetzes 1970 konnte die Gruppenst√§rke auf maximal 25 Kinder begrenzt werden, das geringe Raumangebot f√ľhrte dazu, dass pro Gruppe nur noch 21 bis 23 Kinder aufgenommen werden durften.

Im Jahr 2012 wurde die Krippengruppe in einem Anbau eröffnet.

Demnach wendet sich unsere Konzeption in der Hauptsache an die Eltern, aber auch an den Kirchenvorstand, sowie neue Kolleginnen, und dient als Leitfaden f√ľr die gemeinsame Arbeit. Die Konzeption soll allen Beteiligten die M√∂glichkeit geben, Einblick in unsere Arbeitsweise zu bekommen, sie soll ermutigen, uns und unsere Arbeit zu hinterfragen und Raum zu schaffen, um konstruktive Kritik einzubringen.

 

2. Die √Ėffnungszeiten

Regelbetreuung:

Mo ‚Äď Fr 7:30 ‚Äď 12:00 Uhr

13:30 ‚Äď 16:00 Uhr

 

√úbermittagbetreuung mit Mittagessen:

Mo - Fr 7:00 ‚Äď 14:00 Uhr

 

Ganztagsbetreuung mit Mittagessen:

Mo ‚Äď Fr 7:00 ‚Äď 16:00 Uhr

 

Bei personellen Engp√§ssen tritt der Notfallplan in Kraft. Dieser wurde mit dem Tr√§ger und Elternausschuss abgestimmt. Die Ma√ünahmen werden den Eltern zeitnah angek√ľndigt. Er wird ihnen auf Nachfrage ausgeh√§ndigt.

Ferienzeiten werden in Absprache mit Team, Tr√§ger und Elternbeirat nach den Sommerferien f√ľr das kommende Jahr festgelegt.

 

3. Rahmenbedingungen

Unseren Kindergarten in der Goethestraße 28 besuchen maximal 75 Kinder im Alter von einem

Jahr bis zur Einschulung in drei altersgemischten Gruppen von 3 bis 6 Jahren, sowie einer Gruppe mit Kindern von 1 bis 3 Jahren.

Uns stehen drei Gruppenr√§ume, eine Teek√ľche, ein Sanit√§rbereich, ein Ausweichraum, ein Mehrzweckraum, ein Mitarbeiterzimmer und ein B√ľro zur Verf√ľgung. Ein Anbau mit einem Gruppenraum, Schlafraum, Sanit√§rbereich und Teek√ľche ist ideal f√ľr die Betreuung der Kinder unter 3 Jahren.

Die Kinder √ľber 3 Jahren sind verteilt auf 3 Gruppen und werden am Vormittag pro Gruppe von zwei Fachkr√§ften betreut, Am Nachmittag werden die Kinder gruppen√ľbergreifend betreut; dabei mischen sich die Kinder aus dem Ganztags- und dem Regelbereich.

Nach dem neuen KiTa-Zukunftsgesetz gibt es eine Einteilung der Kinder in unter 2 Jahren (U2) und √ľber 2 Jahren (√ú2). Dies bedeutet, dass es keine ‚ÄěKrippengruppen‚Äú im herk√∂mmlichen Sinne mehr gibt. Aufgrund unserer baulichen Gegebenheiten k√∂nnen wir U2-Kinder nur im Anbau betreuen.

Nach dem neuen ‚ÄěGuten Kitagesetz‚Äú haben alle Kinder das Recht auf eine Betreuung von 7 Stunden mit einem warmen Mittagessen. Der Personalschl√ľssel ergibt sich aus den ben√∂tigten Betreuungszeiten der angemeldeten Kinder in der Kita.

Um die Betreuung der Kinder genau planen zu können, findet in regelmäßigen Abständen eine verbindliche Abfrage der benötigten Betreuungszeiten statt.

Neben den pädagogischen Fachkräften wird das Team ergänzt durch PraktikantInnen.

Die Kita-Leitung ist keiner festen Gruppe zugeordnet; sie √ľbernimmt neben ihrer Leitungst√§tigkeit gruppen√ľbergreifende Angebote f√ľr die Kinder in verschiedenen Bereichen.

Das Au√üengel√§nde unserer Kindertagesst√§tte ist ein wichtiger Erfahrungsraum f√ľr alle Kinder, der sorgf√§ltig gestaltet ist: Naturbeobachtungen, Bewegungsanreize, viele verschiedene Sinneseindr√ľcke und R√ľckzugsm√∂glichkeiten regen die Eigenaktivit√§ten der Kinder an. Unser Au√üengel√§nde bietet den Kindern interessante, altersgerechte Spielanregungen: Es gibt neben den Kletterger√§ten vor allem ein Baumhaus, eine Nestschaukel, eine Babyschaukel und eine H√§ngematte sowie ein kindgerechtes Hochbeet und einen Versammlungsplatz mit Baumstammabschnitten als Bauelemente; Sand-, Rasen-, Mulch- und Asphaltfl√§chen erm√∂glichen viele verschiedene Aktivit√§ten.

Im Sommer bietet unser Matschplatz vielfältige Möglichkeiten, um Erfahrungen mit Wasser und Sand zu machen.

 

3.1 Träger und Organisation

Der Träger der viergruppigen Evangelischen Kindertagesstätte ist die Evangelische Kirchengemeinde Osthofen.

Einer der Pfarrer ist f√ľr die Kindertagesst√§tte zust√§ndig und ber√§t sich regelm√§√üig mit der Leitung und dem Team; ein Gremium von Kirchenvorsteher/innen nimmt in regelm√§√üigen Sitzungen die Belange der Kita auf und tr√§gt diese in den Kirchenvorstand zur Entscheidung.

 

3.2 Rechtsanspruch und Kosten

Es gibt einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab einem Alter von 2 Jahren. Bis zum 2. Geburtstag fallen f√ľr den Platz Kosten an, die sich nach dem Einkommen der Eltern richten und die vom Jugendamt anhand einer genauen Berechnung festgelegt werden. Zur eigenen Orientierung kann eine Berechnungstabelle bei der Leitung eingesehen werden. Ab dem 2. Geburtstag ist die Betreuung dann kostenfrei. Zus√§tzliche Kosten fallen f√ľr alle Kinder an, diese beinhalten Verpflegung sowie Spiel ‚Äď und Bastelmaterial. Die Kosten f√ľr das Mittagessen werden separat abgerechnet.

 

3.3 Aufnahmekriterien

Es gibt mehrere Aufnahmekriterien, nach denen ein Platz vergeben wird. Dazu z√§hlen die Berufst√§tigkeit beider Elternteile bei der Vergabe von Ganztagspl√§tzen, Alter des Kindes, Gruppenzusammensetzung (Es muss gew√§hrleistet sein, dass f√ľr jedes Kind Spielpartner in der eigenen Altersstufe vorhanden

sind.), Beschluss des Kirchenvorstands ( z.B. aufgrund spezieller Notsituationen oder sozialer Gegebenheiten).

 

3.4 Aufnahmeverfahren

Die Leitung h√§ndigt den Eltern die Anmeldepapiere aus und informiert √ľber verwaltungstechnische Abl√§ufe.

Die Gruppenerzieher*in besprechen mit den Eltern die Eingewöhnung und händigen die Unterlagen aus, die zur Aufnahme eines Kindes in der Gruppe gebraucht werden.

Au√üerdem stehen sie f√ľr alle Fragen zur Verf√ľgung, die die Eltern im Rahmen der Neuaufnahme haben.

 

4. Ziele, Inhalte und Planung der pädagogischen Arbeit

Unsere Arbeit ist geprägt durch ein christliches Menschenbild und ist die Grundlage unseres alltäglichen Handelns im Umgang mit Kindern, Eltern, KollegInnen und anderen Menschen, mit denen wir es zu tun haben.

Aus dieser Haltung heraus und aus der Verpflichtung, die Bildungs- und Erziehungsempfehlungen des Landes Rheinland- Pfalz umzusetzen ergeben sich unsere Ziele, die unseren √úberlegungen und Aktivit√§ten √ľbergeordnet sind:

  • Annehmen der Kinder in ihrer Pers√∂nlichkeit; sie sollen sich bei uns wohl f√ľhlen und Freunde finden.

  • F√∂rdern sozialer Verhaltensweisen wie R√ľcksichtnahme, Anpassung an die Gruppe, angemessenes Durchsetzen eigener Interessen, Regeln einhalten, Umgangs- und H√∂flichkeitsformen beachten und lernen, Konflikte gewaltfrei zu l√∂sen.

  • F√∂rdern von Selbst√§ndigkeit

Fördern von Entwicklungsschritten in den Bereichen Sprache und Wortschatz, Bewegungsabläufe und Koordination, altersgemäßes Wissen in unterschiedlichen Bereichen (z.B. Natur, Verkehr, Nahrung, Gebrauch von Werkzeugen, Mengen und Zahlen u.v.m.), Musikalität, Kreativität.

Die Bereiche stehen gleichwertig nebeneinander und erhalten keinen Schwerpunkt aufgrund der genannten Reihenfolge.

  • Partizipation

Durch altersentsprechendes Mitbestimmen lernen Kinder Entscheidungen zu treffen. Aber auch Gruppenentscheidungen mit zu leben. Partizipation ist wichtig. Kinder lernen so, dass sie mitbestimmen können und sie ein wichtiges Mitglied der Gesellschaft sind.

  • Beschwerdemanagement f√ľr Kinder

Die Meinungen der Kinder sollen ber√ľcksichtigt werden. Die Belange der Kinder werden ernst genommen, Beschwerden werden nachgegangen um diese m√∂glichst abzustellen. Die Beschwerden der Kinder sind als konstruktive Kritik erw√ľnscht. Ein standardisiertes Verfahren zum Umgang mit Beschwerden ist eingef√ľhrt. Die aufgrund von Beschwerden ergriffenen Ma√ünahmen dienen der Weiterentwicklung der Qualit√§t in unserer Kindertagesst√§tte.

  • Inklusion

Im Rahmen unserer baulichen und personellen M√∂glichkeiten nehmen wir Kinder mit besonderen Bed√ľrfnissen auf. Dies wird immer im Einzelfall besprochen und analysiert. Inklusion ist uns sehr wichtig, kann aber nicht um jeden Preis durchgesetzt werden. Das Wohl jedes einzelnen Kita-Kindes steht hierbei immer im Fokus.

  • Kinderschutz

Kinder sind eines der schw√§chsten Glieder der Gesellschaft und ben√∂tigen daher besondere Aufmerksamkeit. Wir m√ľssen Kinder vor Gewalt in jeglicher Form und sexuellen √úbergriffen sch√ľtzen.

Darunter verstehen wir auch unbeabsichtigte Grenz√ľberschreitungen im k√∂rperlichen, verbalen oder nonverbalen Bereich.

Durch regelm√§√üige Fortbildungen wird das Personal geschult, um fr√ľhzeitig Anzeichen von grenz√ľberschreitendem Verhalten oder Gewalt zu erkennen.

Kooperation mit anderen Institutionen, z. B. Jugendamt, Erziehungsberatungsstelle und ähnlichen

Einrichtungen ist dabei sehr wichtig.

Prävention ist ein großer Baustein des Kinderschutzes, damit die Gewalt erst gar nicht zum Ausbruch kommt.

Diese Ziele verfolgen wir in den verschiedenen Organisationsformen der Gruppenarbeit: im Freispiel, in der angeleiteten Beschäftigung, in Projekten, im Stuhlkreis, im Vorschulprogramm, im kollegialen Austausch und in Elterngesprächen.

 

4.1. Eingewöhnungskonzept

4.1.1. Eingewöhnung Ü3

Die Anfangszeit im Kindergarten ist eine sehr wichtige und pr√§gende Phase f√ľr unsere Kleinsten, f√ľr die wir uns viel Zeit nehmen und diese bewusst gestalten.

An drei Tagen darf ein Elternteil gemeinsam mit dem Kind unsere Einrichtung erkunden. Hierbei ist uns ganz wichtig, dass ein Elternteil (Bezugsperson) die Zeit der Eingewöhnung begleitet um dem Kind die Sicherheit zu geben, die es braucht.

Ihre Aufgabe ist es, f√ľr ihr Kind ein sicherer Hafen im Gruppenraum zu sein. Es ist wichtig, dass die Bezugsperson sich eher passiv verh√§lt, damit die eingew√∂hnende Erzieherin eine Chance hat, Kontakt zu dem Kind zu bekommen und langsam eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

Nach dieser Zeit denken wir, dass das Kind bereits Vertrauen gefunden hat und beginnen langsam mit der Ablösung. Jedoch muss man diese Phase individuell gestalten, manche Kinder brauchen etwas mehr Zeit und andere schaffen es schneller.

Es gibt einige Aspekte, die aufzeigen, dass das Kind bereit ist sich von der Bezugsperson zu lösen:

  • das Kind spielt / kann sich besch√§ftigen

  • das Kind l√§sst sich beruhigen, tr√∂sten, ablenken

  • das Kind sucht den Kontakt zur Erzieher*in das Kind beobachtet, zeigt sich interessiert am Gruppengeschehen und f√§ngt an, daran teilzunehmen

Wenn Ihr Kind bereit ist, machen wir die ersten Trennungsversuche, zu denen wir die Eltern bitten, sich in unserem Mitarbeiterzimmer aufzuhalten, damit wir sie holen können, wenn sich ihr Kind nicht beruhigen lässt.

Dann darf das Kind den Kindergarten alleine besuchen. Der Besuchstermin findet zunächst nur stundenweise statt.

In dieser Phase ist es dringend notwendig, dass die Eltern f√ľr uns immer erreichbar sind, falls sich Ihr Kind nicht beruhigen l√§sst. Um das Kind nicht zu √ľberfordern, empfehlen wir, es in den ersten vier Wochen nur vormittags zu bringen.

Vor der Eingew√∂hnung erhalten die Eltern einen Brief, der sie √ľber unser Eingew√∂hnungskonzept informiert.

 

4.1.1. Eingewöhnung von U3 Kindern

Sichere Bindung an Bezugspersonen ist die Grundvoraussetzung f√ľr alle Bildungs- und Lernprozesse eines Kindes. Auf der Grundlage einer sicheren Bindung f√§ngt ein Kind an, seine Umgebung und neue Gegenst√§nde zu erforschen.

Deshalb ist es uns besonders wichtig, ein Kind in enger Zusammenarbeit mit den Eltern einzugewöhnen und Eltern mit in den Eingewöhnungsprozess mit einzubinden.

Wir m√∂chten schon vor dem ersten Tag des Kindes in unserer Einrichtung, anhand eines Fragebogens einiges √ľber das Kind erfahren, um uns individuell auf dieses einzustellen. Dieser Bogen beinhaltet Fragen zu den Lebensgewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen des Kindes.

Auch bekommen Sie ein kleines Fotoalbum zum Gestalten mit Bildern der eigenen Familie mit nach Hause, welches Sie wieder mitbringen und das den Kindern immer zur Verf√ľgung steht und Gespr√§chsanlass bietet. Somit hat das Kind immer ein St√ľck ‚Äězuhause‚Äú in der Gruppe dabei.

Die schrittweise Eingew√∂hnung und der Aufbau einer Bindung zur Bezugsperson ist die wichtigste Grundlage f√ľr einen guten Start in die Kita.

Dabei orientieren wir uns am ‚ÄěBerliner Eingew√∂hnungsmodell‚Äú; jeweils eine feste Erzieher*in ist in der ersten Zeit ausschlie√ülich zust√§ndig f√ľr das Kind und baut Schritt f√ľr Schritt Kontakt und Vertrauen auf. Erst wenn klar ist, dass das Kind diese Erzieher*in als Bindungsperson angenommen hat und sich von ihr beruhigen und tr√∂sten l√§sst k√∂nnen die Eltern erst f√ľr kurze Zeit und sp√§ter immer l√§ngere Abschnitte die Einrichtung verlassen.

 

Wichtig: Die verschiedenen Schritte der Eingew√∂hnung finden Sie im Anhang unter ‚ÄěBerliner Eingew√∂hnungsmodell‚Äú.

An dieser Stelle ist noch zu erw√§hnen, dass wir nur Kinder aufnehmen k√∂nnen, deren Eltern bereit sind zu solch einer schrittweisen Eingew√∂hnung, da wir nur so dem Bed√ľrfnis des Kindes gerecht werden k√∂nnen!

 

4.2. Spiel- und Lernangebote

4.2.1 Spiel und Lernangebote U3

4.2.1.1. Lernen durch Bewegung im U3 Bereich

Die ersten drei Jahre der Kindheit sind eine sehr ‚Äěbewegte‚Äú Zeit. In keiner anderen Lebensphase machen Kinder so gro√üe Entwicklungsschritte. Kinder lernen in dieser Entwicklungsphase fast alles in und durch die Bewegung ‚Äď jeder Bewegungsschritt ist auch ein Lernschritt. Deshalb ist es uns sehr wichtig, im Raum durch Mobiliar und Angebote immer neue Bewegungs- und Wahrnehmungsanreize f√ľr die Kinder zu schaffen.

 

4.2.1.2. Sprachförderung

Es ist zu beobachten, dass Kinder im U3 Bereich schnell lernen, sich ihrer neuen Umgebung mitzuteilen, sei es durch Mimik, Gestik, Laute oder Worte. Kinder erwerben sprachliche Kompetenzen am ehesten im sozialen Kontakt mit Personen, die ihnen wichtig sind, mit Themen, die sie interessieren und bei Handlungen, die f√ľr sie einen Sinn ergeben.

Deshalb durchzieht die Sprachförderung den kompletten Alltag im Umgang mit den Kindern.

Wir fördern die Sprachentwicklung besonders durch:

  • Intensiven Kontakt w√§hrend der Pflege

  • Lieder, Reime und Rituale (z.B. im t√§glichen Morgenkreis oder beim Essen)

  • Besch√§ftigen mit Bilderb√ľchern

  • Erzieher*in, die alle Handlungen sprachlich begleiten

  • Langsames und deutliches Sprechen (Sprachvorbild)

 

4.2.1.3. Erste musikalische Erfahrungen

Musik zu machen und zu erleben ist bei uns im Tages-, Wochen- und Jahresablauf selbstverständlich eingebunden.

Hier einige Beispiele:

  • Tanzen und Bewegen nach Musik

  • Kniereiter- und Fingerspiele

  • Kl√§nge und Rhythmen erfahren durch ‚ÄěK√∂rpermusik‚Äú wie klatschen, stampfen, klopfen

  • Kl√§nge erzeugen mit Alltagsmaterialien

 

4.2.1.4. Sauberkeitserziehung

Das Kind sendet unterschiedliche Signale. Zum Beispiel: Es w√ľnscht gewickelt zu werden, es macht auf eine volle Windel aufmerksam oder es interessiert sich daf√ľr, was andere Familienmitglieder auf der Toilette tun. Diese Anzeichen k√∂nnen der Anlass sein, zuhause mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen.

Selbstverst√§ndlich unterst√ľtzen wir Sie bei der Sauberkeitserziehung des Kindes. Gerade in diesem sehr sensiblen Bereich ist ein ehrlicher Austausch und eine intensive Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Kita sehr wichtig.

 

4.2.1.5. Forschendes Lernen und Selbstbildung anregen

Bildung und Lernen beginnt unmittelbar nach der Geburt. Kinder gestalten von Anfang an ihre eigenen Bildungsprozesse mit. Sie wollen von sich aus lernen und ihre Umwelt erforschen. Wir geben den Kindern dazu einen gesch√ľtzten Rahmen und ausreichend Platz und Freiraum, um ihre Neugier und Eigenaktivit√§t ausleben zu k√∂nnen. Wir lassen den Kindern Zeit, sich ungest√∂rt in ihr Spiel zu vertiefen und sprechen durch die Auswahl an Materialien und Angeboten alle Sinne an, um diese weiter zu differenzieren. Au√üerdem geben wir den Kindern vielf√§ltige Anregungen und Gelegenheit, um Neues zu entdecken und ihre F√§higkeiten und Fertigkeiten weiter zu entwickeln.

Ein Kind das spielt, arbeitet und lernt.

 

4.2.1.6. Rituale

Der Tagesablauf ist geprägt von vielen festgelegten Ritualen, diese geben den Kindern Struktur und Sicherheit.

Das Kind erkennt an bestimmten Signalen oder Aufforderungen was als nächstes geschieht und kann sich darauf einstellen. Manche Kinder legen eigene Rituale fest, wie zum Beispiel: Das Verabschieden von den Eltern.

Feste Rituale in unserem U3 Bereich sind:

  • Der gemeinsame Morgenkreis

  • Das Waschen der H√§nde vor und nach dem Essen

  • Das Beten vor den t√§glichen gemeinsamen Mahlzeiten

  • Das zu Bett gehen der Ganztagskinder nach dem Mittagessen

 

4.2.2. Spiel und Lernangebote √ú3

Im ‚ÄěFreispiel‚Äú lernen die Kinder, ihre Besch√§ftigung und ihre Spielpartner frei zu w√§hlen. In dieser Phase k√∂nnen die Kinder malen, bauen, kneten, Tischspiele spielen, sich verkleiden, Rollenspiele spielen und vieles mehr. Parallel zum Freispiel bieten wir den Kindern Anregungen mit gezielten Besch√§ftigungen. Hier steht die Entwicklung von F√§higkeiten und Fertigkeiten durch Malen, Basteln, Schneiden, Spielen, Vorlesen, Singen, Musizieren, Turnen u.√§. im Vordergrund.

Wir legen in vielen Situationen gro√üen Wert auf die Erziehung zur Selbst√§ndigkeit. Dies bedeutet konkret, dass wir uns selbst zur Geduld erziehen, um den Kindern ihre ‚ÄěLangsamkeit‚Äú und ihren augenblicklichen Entwicklungsstand zuzugestehen (z.B. Schuhe vertauschen, Jacke verdreht). Wir m√∂chten nur dort eingreifen und helfen, wo es notwendig ist. So √ľben die Kinder Fertigkeiten und erfahren, dass wir ihnen etwas zutrauen; dies ist eine wichtige Voraussetzung f√ľr die Entwicklung von Selbstvertrauen.

In die Planung unserer Arbeit flie√üen verschiedene Faktoren ein: Die Bed√ľrfnisse und W√ľnsche der Kinder, aktuelle Themen in der Gruppe, Jahreszeiten und Feste.

Projekte entstehen durch die sorgf√§ltige Beobachtung der Kinder: Welche Themen interessieren sie gerade, was taucht in ihren Spielen und Gespr√§chen immer wieder auf, was brauchen die Kinder gerade als Gruppe? Wir beziehen die Kinder in die Planung und Durchf√ľhrung verschiedener Aktivit√§ten mit ein. Durch gelebte Partizipation lernen die Kinder, dass sie eine aktive und verantwortliche Rolle in der Gruppe haben.

Die Zeit, die die Durchf√ľhrung des entsprechenden Projektes in der Gruppe braucht und welche Ideen und Aktivit√§ten sich noch daraus entwickeln, h√§ngt von den Kindern ab. Was in der Gruppe gerade bearbeitet wird, erfahren die Eltern durch Aush√§nge im Flur, Elternbriefe sowie E-Mails.

Dazu geh√∂rt auch, dass wir unsere Anforderungen an die Kinder am Alter und am Entwicklungsstand orientieren: 3 j√§hrige haben noch wenig Durchhalteverm√∂gen und wenig differenzierte Feinmotorik. Deshalb sehen die Arbeiten der j√ľngeren Kinder anders aus als die der √Ąlteren. Gerade f√ľr die j√ľngeren Kinder ist zun√§chst wichtig, Kontakte zu den Erwachsenen und Kindern in der Einrichtung zu kn√ľpfen, die R√§ume spielend zu erkunden, Materialien und Spiele auszuprobieren und Regeln kennenzulernen. Alle Aktivit√§ten, die damit verkn√ľpft sind, dienen dazu Vertrauen in den Kindergarten aufzubauen, sich heimisch zu f√ľhlen und Selbstbewusstsein zu entwickeln. Die Kinder lernen also st√§ndig durch die Auseinandersetzung mit Situationen, Materialien und nat√ľrlich mit anderen Kindern, auch wenn sie nicht immer etwas vorzeigbares Gebasteltes mit nach Hause bringen.

Wir legen Wert darauf, dass die Kinder an Aktivit√§ten freiwillig teilnehmen. Wir ermuntern, ermutigen und bieten evtl. Gleiches in anderer ‚ÄěVerpackung‚Äú an.

Den Kindern, die von sich aus an wenigen Aktivit√§ten teilnehmen w√ľrden, muten wir allerdings auch zu, unfreiwillig an Angeboten teilzunehmen. Nur so ist die F√∂rderung der Kinder in allen Bereichen gew√§hrleistet.

Aus unterschiedlichen Gr√ľnden haben viele Kinder nicht die M√∂glichkeit, ausreichend Zeit im Freien zu verbringen. Deshalb verlagern wir unsere Unternehmungen so oft es geht nach drau√üen, um zu toben, zu klettern, spazieren zu gehen und zu matschen bzw. mit Wasser zu spielen, was an unserem Matschplatz im Garten besonders intensiv m√∂glich ist.

Bewegung, verkn√ľpft mit vielf√§ltigen Anregungen der verschiedenen Sinne ist eine sehr wichtige Voraussetzung f√ľr eine gesunde Gesamtentwicklung der Kinder. Aus diesem Wissen heraus motivieren wir die Kinder auf unterschiedlichste Weise zur Bewegung.

Die Kinder haben auch die M√∂glichkeit, eigene verkehrssichere Fahrr√§der bzw. Inliner u.√§. mitzubringen und im Kindergarten zu nutzen. Hier gelten zwei Einschr√§nkungen: Dies ist nur nachmittags m√∂glich (weil morgens zu viele Kinder im Hof sind) und mit kompletter Schutzkleidung ‚Äď also Helm f√ľrs Fahrrad, f√ľr Inliner Helm, Knie-, Ellbogen- und Handgelenksch√ľtzer.

Eine wichtige Voraussetzung, sich frei und ungehemmt zu bewegen, ist die Kleidung der Kinder: Sie soll zweckm√§√üig, strapazierf√§hig und vor allem der Witterung angepasst sein. Besonders die Eltern, die ihr Kind im Auto bringen, sollten stets daran denken, dass Kleidung f√ľr einen Aufenthalt im Freien notwendig ist.

Bei Bewegungsangeboten auf dem Au√üengel√§nde w√§gen wir stets zwischen zwei Gegenpolen ab: Auf der einen Seite wollen wir Kinder mit wenig Initiative zur Aktivit√§t ermuntern, andererseits f√ľhrt eine Rundumversorgung zur Initiativlosigkeit, weil es bequem ist, Angebote einfach zu konsumieren.

Deshalb muten wir Kindern ab und zu bewusst Phasen der Langeweile zu, damit sie daraus eigenst√§ndig Ideen entwickeln und Eigeninitiative gef√∂rdert wird. Auf Anfrage stellen wir den Kindern gerne Materialien zur Verf√ľgung.

 

4.3. Regelmäßige Angebote

Bewegungsstunde

An festgelegten Tagen findet in allen 4 Gruppen eine Bewegungsstunde mit gezielten Angeboten statt.

Die Kinder aus dem U3 Bereich, welche in wenigen Monaten in den √ú3 Bereich wechseln, nehmen an den Bewegungsstunden der √ú3 Kinder, teil.

Rhythmikstunde

Einmal wöchentlich bieten wir eine Rhythmikstunde an. Die 4 bis 5 jährigen Kinder erhalten dort ein ganzheitlich orientiertes Angebot auf der Grundlage von Musik, Tanz, Bewegung und Sprache.

Zu Beginn eines Kindergartenjahres gibt es f√ľr die betreffenden Eltern einen Infobrief. Hier k√∂nnen sie erfahren, welche Methoden zum Einsatz kommen, welche Bereiche speziell gef√∂rdert werden und wie ein Stundenablauf aussieht.

Danach entscheiden sich die Eltern f√ľr oder gegen die Teilnahme an der Rhythmikgruppe. Regelm√§√üige Teilnahme ist Voraussetzung, da die Stunden aufeinander aufbauen.

F√ľr die Kinder im letzten Kindergartenjahr: Vorschulstunde und Bewegungsangebot in der Turnhalle

Einmal pro Woche bieten wir eine Bewegungsstunde f√ľr die Vorschulkinder an. Diese findet montags in der Carl-Schill-Turnhalle von 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr statt.

Durch eine Kooperation mit dem Sport Jugend Bund ist die Idee entstanden ganzheitliche Bewegungsangebote außerhalb der Kindertagesstätte anzubieten.

Dazu gibt es ein Konzept von der Organisation mit ausgearbeiteten √úbungsstunden mit Anleitung.

Nähere Informationen erhalten die Eltern zur gegebenen Zeit in Form eines Briefes.

Geschichtenmorgen

Beim Geschichtenmorgen werden biblische Geschichten, M√§rchen und Legenden passend zu den Gruppenthemen, Festen und Jahreszeiten ausgew√§hlt und in einem m√∂glichst ansprechend gestalteten Raum erz√§hlt. Beginn und Ende werden von besonderen Ritualen begleitet. Kinder aus allen Gruppen kommen freiwillig mit und das Angebot wird w√§hrend des gesamten Morgens mehrmals hintereinander wiederholt. Der Geschichtenmorgen ist besonders dazu geeignet, Kinder zu ruhig-konzentriertem Zuh√∂ren zu f√ľhren und die Vorstellungskraft der Kinder zu f√∂rdern.

Das Schlussritual unterst√ľtzt die Sprachentwicklung, legt aber auch Grundlagen f√ľr eine gute ‚ÄěGespr√§chskultur‚Äú.

Sprachförderung

F√ľr Kinder mit Migrationshintergrund, die im Sprachbereich noch F√∂rderung brauchen, bietet eine Sprachf√∂rderkraft ein spezielles F√∂rderprogramm an. Dieses Programm wird vom Land Rheinland- Pfalz getragen. Die Sprachf√∂rderkraft muss eine spezielle Schulung f√ľr diese F√∂rderung absolviert haben und arbeitet eng mit dem Team zusammen.

 

5. Vorbereitung auf die Einschulung

Die Vorschulkinder unterst√ľtzen wir in dem Jahr vor der Einschulung durch ein gezieltes, aber kindgerechtes und ganzheitliches Vorschulprogramm.

Unsere Ziele f√ľr die Aktivit√§ten mit den Vorschulkindern sind:

  • Soziale F√§higkeiten f√∂rdern (z.B. sich in der Gruppe angesprochen f√ľhlen, sich einordnen k√∂nnen, warten k√∂nnen)

  • F√∂rdern der Selbst√§ndigkeit (alleine anziehen, Dinge in eine andere Gruppen bringen u.√§.)

  • F√∂rderung der motorischen und sensorischen Voraussetzungen (Grob- und Feinmotorik, Koordination, Sinnesschulung in allen Bereichen uvm.)

  • Unterst√ľtzen der Sprachentwicklung

  • F√∂rdern von Ausdauer und Konzentration

  • Arbeitsauftr√§ge erfassen und umsetzen k√∂nnen

  • F√∂rderung der F√§higkeit, logische Vorg√§nge zu erfassen

Diese Zielsetzungen werden vor allem in der bewussten Gestaltung des Alltags verfolgt.

Zus√§tzlich gibt es w√∂chentlich eine Vorschulstunde. Diese ist gruppen√ľbergreifend zusammengesetzt.

Ein wichtiger Inhalt der Vorschulstunden ist das ‚ÄěZahlenland‚Äú. Einige der Erzieherinnen wurden an der Universit√§t Koblenz f√ľr die Umsetzung dieses anerkannten Vorschulkonzepts geschult.

Neben dem spielerischen Umgang mit Zahlen werden auch Sprache, differenzierte Wahrnehmung und kooperatives Verhalten gefördert.

Wir gestalten die Vorschulstunden so, dass die Kinder lernen, zunehmend Verantwortung f√ľr sich zu √ľbernehmen. Durch gelebte Partizipation lernen sie, f√ľr sich selbst oder mehrheitlich Entscheidungen zu treffen und mit den Folgen der Entscheidung umzugehen. Es ist eine gute Erfahrung f√ľr die Kinder, dass sie Abl√§ufe und Programme durch eigene Entscheidungen und Beitr√§ge beeinflussen k√∂nnen; dadurch entwickeln sie Selbstbewusstsein und Ichst√§rke.

Außerdem nehmen die Kinder an vielen Aktivitäten außerhalb der Einrichtung teil.

Beispiele aus der Vergangenheit sind:

Besuche bei der Polizei, der Feuerwehr, der M√ľllverbrennungsanlage in Ludwigshafen, ein Besuch vom Krankenwagen im Kindergarten, ein Theaterbesuch uvm.

Jedes Jahr sind die Ausfl√ľge etwas anders zusammengestellt und sorgen f√ľr besondere Erlebnisse f√ľr die Kinder.

H√∂hepunkt ist die √úbernachtung der Vorschulkinder, die von Jahr zu Jahr etwas anders aussehen kann. Hier zeigt sich, wieviel Selbst√§ndigkeit und Vertrauen zum Kindergarten gewachsen sind; die meisten Kinder freuen sich sehr auf dieses letzte gro√üe Abenteuer, das einen Teil der Traditionen in unserer Einrichtung ausmacht. Nach einem gemeinsamen Fr√ľhst√ľck am n√§chsten Morgen k√∂nnen die Kinder von ihren Eltern abgeholt werden.

Die Verabschiedungsfeier wird in jedem Jahr individuell gestaltet; zu dieser Verabschiedung sind die Eltern und Geschwister eingeladen.

Wir m√∂chten den √úbergang vom Kindergarten in die Schule bewusst gestalten; dazu geh√∂rt, dass wir die mit Abschied und Neuanfang verbundenen Gef√ľhle und Gedanken ernst nehmen und einen Rahmen schaffen wollen, diese zu verarbeiten. Wir sprechen in dieser Zeit besonders intensiv mit den Kindern √ľber ihre Erwartungen, √Ąngste und Gef√ľhle; besondere Geschichten und Bilderb√ľcher helfen, ins Gespr√§ch dar√ľber zu kommen.

Um einen möglichst gelungenen Übergang in die Schule zu erreichen, kooperieren wir mit der Seebachschule Osthofen. Dies beinhaltet einen runden Tisch mit Lehrern und Erziehern, Schulbesuche und einen gemeinsamen Ausflug.

In einer Informationsveranstaltung erläutern wir den Eltern zu Beginn des letzten Kindergartenjahres unser Konzept und unsere Aktivitäten während der Vorschulstunden.

Bitte beachten Sie:

Ihr Kind entwickelt seine F√§higkeiten und Fertigkeiten nicht nur in der Vorschulgruppe, sondern bekommt w√§hrend des Alltags und im Spiel mit Freunden viele Anregungen f√ľr eine gesunde, altersm√§√üige Entwicklung - das ist die vern√ľnftigste Grundlage f√ľr einen guten Schulstart.

 

6. Wir sind ein evangelischer Kindergarten

Jesus sprach: ‚ÄěLasset die Kinder zu mir kommen...‚Äú

Matthäus Evangelium 19, 14

Kinder als Maßstab.

Kinder sind ein Teil der Gesellschaft. Zugleich sind sie aber auch eigenst√§ndige Personen und m√ľssen als solche geachtet und akzeptiert werden.

Wir sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst, die wir f√ľr die Kinder, aber auch f√ľr die Eltern haben, vor allem im Umgang miteinander, mit den Kindern, mit den Eltern, mit dem Tr√§ger. Uns selbst und andere ernst nehmen, die Kinder in ihrem k√∂rperlichen, geistigen und emotionalen Wachstum unterst√ľtzen, faire L√∂sungen bei Problemen suchen; das sind wichtige Werte, die wir vermitteln wollen und die den Vorgaben in den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen des Landes Rheinland- Pfalz entsprechen, die den Aufbau sozialer Kompetenzen und religi√∂se Bildung fordern. Wir f√ľhren die Kinder in christliche Inhalte und Rituale ein: wir beten vor oder nach gemeinsamen Mahlzeiten, machen kindgerechte √úbungen um zur Ruhe zu kommen und finden mit den Kindern kleine Gebete zu aktuellen Anl√§ssen. Wir erz√§hlen zu den gerade aktuellen Themen biblische Geschichten und feiern Gottesdienste, meist zu Ostern, Erntedank und Weihnachten.

Die Mehrzahl der Gottesdienste feiern wir ohne Eltern in einer der beiden Kirchen während der Kindergartenzeit; eine/r der PfarrerInnen hält diesen Gottesdienst.

Wir sind zu dieser Form √ľbergegangen, weil wir festgestellt haben, dass die Kinder mit gro√üer Aufmerksamkeit und innerer Beteiligung bei der Sache sind, wenn wir in kleinem Rahmen und ohne ‚ÄěZuschauer‚Äú feiern.

Sämtliche Texte und Inhalte können vollkommen auf die Kinder abgestimmt werden und oft entstehen intensive Momente, die wir bei Gottesdiensten mit vielen Teilnehmer/innen in der Bergkirche nicht erreichen können.

Nat√ľrlich feiern wir dennoch Familiengottesdienste mit Kindern, Eltern, Erzieher*innen und anderen Gemeindemitgliedern, weil wir uns als Teil der Kirchengemeinde erleben wollen.

Bei der Vorbereitung der religi√∂sen Geschichten und der Gottesdienste setzen wir uns im Team und regelm√§√üig auch mit dem Pfarrer mit eigenen religi√∂sen Fragen und Ansichten auseinander. Es ist wichtig als Erwachsener selbst zu fragen und auf dem Weg zu sein, denn das ist die Voraussetzung daf√ľr, die Fragen der Kinder zuzulassen. Ein wichtiger Punkt unserer religi√∂sen Erziehung ist es auch, Respekt vor anderen Religionen und Kulturen vorzuleben. Zu lernen, dass anders sein gleichwertig sein hei√üt, nimmt immer mehr an gesellschaftlicher Bedeutung zu.

Wenn wir z. B. gemeinsam mit muslimischen Kindern beten, zeigen wir, wie Christen beten und sagen, dass die muslimischen Kinder jetzt so an Gott denken oder so beten können, wie sie es zu Hause gelernt haben.

Wenn wir biblische Geschichten erzählen, sagen wir den Kindern, dass es bei uns die Bibel gibt und dass bei den Muslimen das Buch, das von Gott erzählt Koran heißt.

Wir m√∂chten allen Kindern, die wir betreuen unabh√§ngig von ihrer Konfessions- bzw. Religionszugeh√∂rigkeit die elementare Grundhaltung vermitteln, dass es eine h√∂here Instanz gibt, die √ľber uns Menschen hinausweist und in der wir uns letztlich geborgen und getragen f√ľhlen k√∂nnen.

Wir respektieren andere Wertvorstellungen und reflektieren unsere Haltung gemeinsam mit dem Tr√§ger. So entwickeln wir unser Profil, dem wir treu bleiben. Von allen Eltern, die sich f√ľr unsere Einrichtung entschieden haben, erwarten wir dies zu respektieren.

 

7. Portfolio

Uns ist es wichtig, die Entwicklung der Kinder vom ersten Tag an zu begleiten und zu dokumentieren.

Dazu legen wir f√ľr jedes Kind ein Portfolio an, das neben vielen Fotos und Kommentaren Werke der Kinder enth√§lt. Das Portfolio ist f√ľr die Kinder zug√§nglich und hilft ihnen beim Betrachten, die eigene Kindergartengeschichte zu verfolgen.

 

8. Kranke Kinder

Kranke Kinder gehören nicht in den Kindergarten.

Im t√§glichen Umgang mit Ihren Kindern ist uns gesunde Ern√§hrung, Bewegung an der frischen Luft, sowie Hygiene f√ľr die Gesundheit der Kinder sehr wichtig.

Trotz alle dem haben gerade j√ľngere Kinder im Zusammenleben mit anderen Kindern ein erh√∂htes Risiko, sich mit Infektionskrankheiten anzustecken und krank zu werden.

Die Anforderungen und Auseinandersetzungen in der Gruppe, die Unruhe und der L√§rm, sowie die R√ľckzugsm√∂glichkeiten in der Gruppe sind ganz anders als in der Familie. Die Gruppe ist f√ľr ein krankes oder kr√§nkelndes Kind viel zu anstrengend.

Deshalb ist die Verfassung kranker Kinder im Kindergarten und zu Hause häufig sehr unterschiedlich.

Deshalb gehört ein krankes Kind nach Hause!

Auch wenn es f√ľr Eltern manchmal unverst√§ndlich ist, dass ihr vermeintlich morgens noch gesundes Kind krank aus dem Kindergarten abgeholt werden soll, obliegt dem Personal die Verantwortung und die Verpflichtung andere Kinder sowie sich selber vor ansteckenden Krankheiten zu sch√ľtzen.

Bei Krankheiten, die unter das Infektionsschutzgesetz fallen oder nach einer Operation ist es selbstverständlich, dass das Kind bis zur vollständigen Genesung und nach Freigabe des Arztes in häuslicher Pflege bleibt bis es wieder die Kindertageseinrichtung besuchen darf.

Aber auch nach Fieber, grippalen Infekten, Schmierinfektionen, Durchfall oder Erbrechen sollte ein Kind erst wieder die Gemeinschaftseinrichtung besuchen, wenn es mindestens 48 Stunden ohne Medikamentengabe symptomfrei war. Bei nicht vollst√§ndigem Auskurieren ist das Risiko eines R√ľckfalls oder Ansteckung anderer Kinder gro√ü.

Das Wichtigste beim Umgang mit Krankheiten, wie in anderen Bereichen auch, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiterinnen und den Eltern. Die Eltern m√ľssen bei der morgendlichen √úbergabe √ľber den Gesundheitszustand des Kindes ausreichend informieren (wurde das Kind geimpft, hatte es eine schlechte Nacht, nimmt es Medikamente‚Ķ). Nur so ist ein angemessenes Reagieren und Agieren w√§hrend der Betreuungszeit m√∂glich. Dies haben alle Eltern beim Abschluss des Betreuungsvertrages ihres Kindes best√§tigt und unterschrieben.

 

9. Tagesablauf

9.1. Tagesablauf U3

Die Kinder k√∂nnen bis sp√§testens 08:30 Uhr gebracht werden. Wir starten mit dem gemeinsamen Morgenkreis (Begr√ľ√üungslied, Fingerspiele, Singspiele) und anschlie√üendem Fr√ľhst√ľck. Am Vormittag findet das Freispiel und angeleitete Besch√§ftigungen statt.

Bis ca. 10:15 Uhr sind alle Kinder gewickelt und f√ľr das Freispiel im Hof angezogen. Je nach Wetterlage fr√ľher oder sp√§ter. Das Mittagessen beginnt um 11:15 Uhr. Danach gehen die Kinder mit den gewohnten Ritualen zum Schlafen. Nachdem die Kinder ausgeschlafen haben gibt es einen gemeinsamen Snack. Nach einer gemeinsamen Freispielphase k√∂nnen die Kinder bis 16:00 Uhr abgeholt werden.

 

9.2. Tagesablauf √ú3

Von 7.00 Uhr bis 8.00 Uhr findet ein Fr√ľhdienst statt; um ca.8.00 Uhr gehen die Gruppen in ihre R√§ume.

Bis 9.00 Uhr werden die Kinder gebracht. Dies ist die Phase, in der sich kleine Spielgruppen bilden, Kinder sich Erzieher*innen als Spielpartner holen und zeigen, was sie mitgebracht haben. Es werden W√ľnsche f√ľr Bastelarbeiten ge√§u√üert, spannende und bedr√ľckende Erlebnisse erz√§hlt und vieles mehr.

Nach 9.00 Uhr schlie√üen wir die Eingangst√ľr ab, um zu verhindern, dass sich Unbefugte unbemerkt im Kindergarten aufhalten. Das Einhalten der Bring-Zeit ist wichtig, da sonst der Tagesablauf nachhaltig gest√∂rt wird.

Ab ca. 9.00 Uhr findet parallel zum Freispiel meist ein Angebot statt (siehe Inhalte der pädagogischen Arbeit).

In Absprache mit den Erzieher*innen d√ľrfen kleine Gruppen ihr Spiel auch alleine ins Freie verlegen, dies kommt besonders den Bed√ľrfnissen der etwas √Ąlteren sehr entgegen (‚ÄěPiratenbanden‚Äú, ‚ÄěR√§uber‚Äú, ‚ÄěMit den Puppenwagen spazieren gehen‚Äú, ‚ÄěMit der besten Freundin eine Reise machen‚Äú u.√§.)

Zwischen 8.00 Uhr und ca. 10.00 Uhr k√∂nnen die Kinder am Esstisch fr√ľhst√ľcken - entweder ihr mitgebrachtes Fr√ľhst√ľck oder Fr√ľhst√ľck vom Kindergarten, das t√§glich wechselt.

Wir achten darauf, dass immer frisches Obst bzw. Rohkost f√ľr alle zur Verf√ľgung steht.

Je nach Wetter r√§umen wir gegen 11.00 Uhr gemeinsam auf, meist trifft sich die ganze Gruppe zum Morgenkreis, um gemeinsam Lieder zu singen, Finger- und Kreisspiele zu spielen oder Gespr√§che zu f√ľhren, z.B. √ľber Vorkommnisse in der Gruppe oder Gruppenvorhaben (ca. 15 bis 20 Minuten, l√§nger k√∂nnen sich gerade die j√ľngeren Kinder noch nicht konzentrieren). Danach gehen wir nach drau√üen. Wenn es das Wetter zul√§sst, ist dieser Aufenthalt im Freien l√§nger.

Die Abholphase zwischen 11.45 Uhr und 12.00 Uhr bzw. 13.45 Uhr bis 14.00 Uhr sowie zwischen 15.45 Uhr und 16.00 Uhr erm√∂glicht es den Eltern, sich anzuschauen, was ihr Kind gebaut, gemalt, gebastelt hat ‚Äď au√üerdem k√∂nnen im Austausch zwischen Erzieher*innen und Eltern wichtige Informationen weitergeben werden.

Um 12.00 Uhr werden die √úbermittagskinder in den jeweiligen Gruppen gesammelt. Nach gemeinsamem H√§ndewaschen gehen die Kinder zum Mittagessen. Erzieher*innen essen mit und sind somit Ansprechpartner und Vorbild f√ľr die Kinder. Wir legen Wert auf ein gemeinsames Tischgebet,

Essen und Gespr√§che in ruhiger Atmosph√§re und auf das Erlernen und Ein√ľben von Tischmanieren. Nach dem neuen ‚Äěguten Kitagesetz‚Äú haben alle Kinder das Recht auf ein warmes Mittagessen. So ist die Auslastung des Mittagessens deutlich h√∂her. Um eine kantinen√§hnliche Situation zu vermeiden, essen wir in verschiedenen Gruppen.

Uns ist wichtig, einen Caterer mit der Lieferung des Essens zu beauftragen, der die Empfehlungen der Gesellschaft f√ľr gesunde Ern√§hrung einh√§lt, der frisch kocht und dabei auf saisonale und regionale Lebensmittel achtet.

Nach dem Essen können sich die Kinder so beschäftigen, wie sie es brauchen: Einige möchten etwas Ruhiges spielen oder etwas vorgelesen bekommen, andere brauchen eher Bewegung im Hof.

Die Kinder, die f√ľr den Nachmittag gebracht werden, werden gruppen√ľbergreifend betreut. Hier kann die Betreuung oft individueller sein als am Vormittag, da die Gruppe erfahrungsgem√§√ü kleiner ist.

Die Kinder genie√üen es, in Ruhe eine anspruchsvollere Bastelarbeit zu meistern, die Puppen- oder Bauecke nicht st√§ndig verteidigen zu m√ľssen, Erlebnisse in Ruhe zu Ende erz√§hlen zu k√∂nnen und √§hnliches.

Nachmittags gibt es f√ľr alle Kinder einen Mittagssnack.

Der Snack ist abwechslungsreich und ist f√ľr den kleinen Hunger zwischendurch gedacht.

 

10. √Ėkologische √úberlegungen zu unserer Arbeit

Umgang mit M√ľll

Wir versuchen im t√§glichen Leben mit den Kindern zu erreichen, dass Werte wie ‚ÄěM√ľllvermeidung‚Äú und ‚ÄěM√ľlltrennung und Recyceln‚Äú zur Selbstverst√§ndlichkeit werden. Deshalb bitten wir die Eltern, Trinkp√§ckchen, fertiggekauftes Fr√ľhst√ľck in Verpackungen (wie z.B. Milchschnitte, Bifi und √§hnliches) zu vermeiden und stattdessen Trinkflaschen und selbst zubereitetes Fr√ľhst√ľck mitzugeben.

Im Gruppenraum stehen verschiedene M√ľlleimer, die Kinder lernen, was warum wohin geh√∂rt. Die Kennzeichen der Beh√§lter orientieren sich an den Farben der entsprechenden M√ľlltonnen.

 

11. Feste

Im Verlauf eines Kindergartenjahres feiern wir verschiedene Feste, z.B. Fastnacht, Ostern, Sommerfest, Erntedank, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten usw.

Wichtig bei jedem Fest ist f√ľr uns, dass alle daran Spa√ü haben, aber auch das Vermitteln von Traditionen und Werten. Dabei steht f√ľr uns das Kind im Vordergrund. Feste feiern, hei√üt f√ľr uns, f√ľreinander Zeit zu haben, in einem lockeren Rahmen miteinander zu spielen, es hei√üt f√ľr uns nicht, mit den Kindern wochenlang ein Programm einzu√ľben.

Zu manchen Festen geh√∂ren nat√ľrlich auch kleine Geschenke f√ľr die Kinder. Manchmal erh√§lt jedes Kind ein Geschenk, manchmal besorgen wir aber auch Gruppengeschenke, mit denen sich die Kinder sinnvoll besch√§ftigen k√∂nnen und die das ‚ÄěWir-Gef√ľhl‚Äú der Gruppe st√§rken.

Feste k√∂nnen Anlass sein, Fremdes und Traditionen aus anderen Kulturen kennenzulernen (z.B. Speisen und Getr√§nke). Das bedeutungsvollste Fest f√ľr jedes einzelne Kind ist sein Geburtstag.

Das jeweilige Kind steht an diesem Tag im Mittelpunkt des Gruppengeschehens und lässt die anderen an seiner Freude teilhaben, indem es mit ihnen feiert.

Gerade Kinder, die zuhause wenig M√∂glichkeit haben, ihren Geburtstag zu feiern, bekommen das Gef√ľhl vermittelt, etwas Besonderes zu erleben.

Wir feiern in unserer Tagesst√§tte regelm√§√üig ein Sommerfest und organisieren Familienausfl√ľge.

Au√üerdem bereiten wir mit den Kindern j√§hrlich wechselnd etwas f√ľr Mutter- bzw. Vatertag vor.

 

12. Elternarbeit

Um Einblick in Gruppenabl√§ufe zu bekommen besteht die M√∂glichkeit f√ľr Eltern und andere Interessierte, nach Absprache einen Morgen lang als Gast im Kindergarten zu verbringen.

Eine weitere Möglichkeit, Einblicke zu gewinnen sind die Fotos, die wir regelmäßig in Alltagssituationen und bei besonderen Anlässen schießen und im Flur ausstellen.

Wir verstehen Eltern und Erzieher*innen als Partner im Erziehungsprozess.

Ein kurzer Austausch in der ‚ÄěBring- und Abholphase‚Äú kann die t√§gliche Arbeit mit dem Kind erkl√§ren und f√ľr alle Beteiligten vereinfachen.

Die Zusammenarbeit ist wichtig f√ľr das pers√∂nlichkeitsorientierte Arbeiten am Kind. Erst durch die Eltern erfahren wir von der h√§uslichen Situation und vom Leben des Kindes au√üerhalb des Kindergartens. Damit sie √ľber das Leben und Verhalten ihres Kindes im Kindergarten besser informiert sind, wollen wir die Eltern an unserer Arbeit teilhaben lassen. Im Sinne der Partizipation ermutigen wir die Eltern W√ľnsche, Anregungen, Ideen und konstruktive Kritik einzubringen.

 

12.1. Unsere Elternarbeit beinhaltet:

Wir beziehen Eltern von Kindern, die neu in die Einrichtung kommen, in den Eingewöhnungsprozess ein. Die U3 Kinder werden beim Übergang von dem U3 Bereich in den Ü3 Bereich von den Erzieher*innen begleitet.

Es finden jährlich und bei Bedarf Elterngespräche statt; dazu bieten die einzelnen Gruppen Elternsprechtage an.

Entwicklungsgespr√§che werden durch die Erzieher*innen sorgf√§ltig vorbereitet ( durch Notizen von Beobachtungen im Alltag, durch das Ausf√ľllen von Beobachtungsb√∂gen und durch kollegiale Beratung ). Die Gespr√§che dienen dem Austausch zwischen Eltern und Erzieher*innen √ľber den Entwicklungsstand und die Befindlichkeit des Kindes; hier ist auch der Platz f√ľr √úberlegungen, ob besondere unterst√ľtzende Ma√ünahmen notwendig erscheinen.

Von den Eltern gew√ľnschte Bedarfsgespr√§che k√∂nnten beinhalten: Bedeutungsvolle Ver√§nderungen oder zu Hause begonnene Ma√ünahmen, wie z.B. Trennung der Eltern, Krankheiten, Sauberkeitserziehung, Schlafgewohnheiten, etc.

W√§hrend des Jahres finden Elternabende bzw. ‚Äď Nachmittage statt, z.B.:

  • Thematische Elternabende (Infos werden weitergegeben durch themenspezifische Referenten oder das Kindergartenteam)

  • zum gegenseitigen pers√∂nlichen Kennenlernen

  • Elternausschusswahl

  • Gestalten der Au√üenanlagen

  • Feste vorbereiten (z.B. Sommerfest, St. Martin usw. Hierbei werden einzelne Aufgaben vergeben).

  • an denen gebastelt wird

Informiert werden die Eltern außerdem durch Infobriefe und Aushänge sowie E-Mails.

Wenn Eltern Unzufriedenheiten äußern, nehmen wir diese Ernst.

Es gibt verschiedene Wege, mit einer Beschwerde umzugehen: meist reicht ein Gespr√§ch zwischen den Erzieher*innen der Gruppe und den Eltern. Nat√ľrlich k√∂nnen auch die Leitung und der Tr√§ger miteingebunden sein.

Die Wege der Bearbeitung der Beschwerde sind in unserem Qualitätshandbuch unter dem Punkt Beschwerdemanagement festgehalten und werden von uns entsprechend umgesetzt.

 

12.2. Unsere Ziele in der Elternarbeit:

  • Gegenseitiges Kennenlernen

  • Vertrauen aufbauen und st√§rken (Eltern zu Erzieher*in und umgekehrt)

  • Informieren

¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† √ľber Konzeption

√ľber die Erwartungen der Eltern bez√ľglich der Einrichtung

√ľber Erziehungsvorstellungen beider Partner

√ľber die Kinder

√ľber Planungen und Vorhaben

  • Eltern Hilfe anbieten in Erziehungsfragen (Fachkr√§fte vermitteln - Beratungsstellen)

  • Resonanz von Eltern erhalten (Umfrage und Bedarfsermittlung)

  • Vertrauen schaffen durch gegenseitiges Kennenlernen und gemeinsame Aktivit√§ten (z.B. Eltern-Kind-Aktionstage, Kennenlernabende, u.√§.m.)

  • Die Eltern motivieren, im Kindergartenalltag mitzuarbeiten. Um eine ansprechende Form der Zusammenarbeit zu finden, w√ľnschen wir uns Kritik und Anregungen von den Eltern.

  • Den Eltern vertieften Einblick in die Institution verschaffen.

 

12.3. Förderverein Sonnenschein

Eltern haben den F√∂rderverein ‚ÄěSonnenschein‚Äú gegr√ľndet. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ausstattung des Kindergartens zu erweitern und die Arbeit mit den Kindern zu unterst√ľtzen.

Der F√∂rderverein hat uns schon des √Ėfteren bei gr√∂√üeren Anschaffungen finanziell unterst√ľtzt. Satzung und Beitrittserkl√§rungen werden mit den Vertragsunterlagen ausgeh√§ndigt.

 

13. Das Team

Unser Team will die gemeinsam erarbeiteten Ziele dieser Konzeption durch partnerschaftliche Zusammenarbeit verwirklichen. Voraussetzung dazu ist, dass jede/r seine beruflichen und pers√∂nlichen F√§higkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse einbringt. Konstruktive Gespr√§che und reflektierende √úberlegungen schaffen die Basis f√ľr eine stetige Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.

Wöchentlich findet eine Teamsitzung statt.

Diese Teamgespräche beinhalten:

  • Dienstplangestaltung

  • Festvorbereitung

  • Koordination der Arbeit

  • Zusammenarbeit mit dem Tr√§ger

  • Vorbereitung der Gruppenarbeit

  • Absprache √ľber Nutzung der R√§ume und Arbeitsmaterialien

  • Fallbesprechungen

  • Gespr√§che zur Bearbeitung von Unstimmigkeiten und Konflikten unter Anwendung des Beschwerdemanagements

  • Gespr√§che mit der Fachberatung

  • Kollegiale Beratung

  • Supervision

  • Qualit√§tsentwicklung zur Erstellung eines QE- Handbuches

Zur Qualit√§tssicherung unserer Arbeit haben wir die M√∂glichkeit, Referenten ins Team zu holen. Diese k√∂nnen uns bei der Erarbeitung neuer Inhalte unterst√ľtzen und die professionelle Weiterentwicklung unseres Konzepts begleiten (z.B. Ergotherapeuten, Logop√§den, Erziehungsberater u.√§.)

 

14. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Ein großer Teil kindlicher Entwicklung hat bis zum Kindergarteneintritt schon stattgefunden. Die Chancen des Kindergartens erzieherisch und fördernd zu wirken sind vielfältig, aber auch begrenzt. Die Erzieher*innen sind dabei sehr auf die Kooperation mit den Eltern angewiesen.

Um Familien √ľber die M√∂glichkeiten des Kindergartens hinaus Hilfestellung bieten zu k√∂nnen, arbeiten wir mit folgenden Institutionen zusammen:

  • Grundschule Osthofen

  • Jugend-, Sozial- und Gesundheitsamt Alzey-Worms

  • Praktische √Ąrzte, Kinder√§rzte

  • Erziehungsberatungsstelle des Diakonischen Werkes, Alzey

  • Wonnegauschule Osthofen

  • Ergotherapeuten

  • Logop√§den

Das Team möchte den Eltern helfen, gegebenenfalls mit einer der genannten Einrichtungen in Kontakt zu kommen; deshalb sind wir gerne bei einer Terminvereinbarung behilflich.

 

15. Unsere Kita ist ein Ausbildungsbetrieb

Wir nehmen unsere Aufgabe sehr ernst, junge Menschen auf ihrem Weg zur ausgebildeten Erzieherin / zum ausgebildeten Erzieher zu unterst√ľtzen. Deshalb nehmen wir immer wieder Praktikantinnen / Praktikanten an, damit sie entweder in unseren Beruf hineinschnuppern oder ihr Praktikum im Rahmen ihrer Ausbildung bei uns absolvieren k√∂nnen.

Das sind zwar viele wechselnde Gesichter, aber die Erfahrung zeigt uns immer wieder, dass die Kinder von Praktikanten/ Praktikantinnen begeistert sind.

Im Rahmen der Betreuung unserer Praktikanten kooperieren wir mit den verschiedenen Schulen.

 

16. Fortbildung

√úber die Vorbereitung, Durchf√ľhrung und Reflektion der Arbeit hinaus nehmen die p√§dagogischen Mitarbeiter*innen der Kindertagesst√§tte an Fortbildungsveranstaltungen teil. Die Kolleg*innen besuchen je nach Interesse und Arbeitsschwerpunkten Fortbildungen, die entweder √ľber einzelne Tage oder auch im Block stattfinden. Fortbildung der Mitarbeiter*innen (Teilnahme an externen Angeboten, AGs, Fachdiskussionen und die Auseinandersetzung mit Fachliteratur) ist eine wichtige Grundlage f√ľr stetige Weiterentwicklung und Professionalisierung.

Um die Qualit√§t unserer p√§dagogischen Arbeit zu gew√§hrleisten, findet sich das Team im Abstand von zwei Jahren f√ľr jeweils zwei Tage zusammen, um die Konzeption zu √ľberarbeiten.

Im Anschluss an diese Tage stellt das Team interessierten Elternausschuss- und Kirchenvorstandsmitgliedern das Arbeitsergebnis vor mit dem Ziel, unterschiedliche Vorstellungen zu diskutieren. Der Konsens dieser Runde wird als Weiterentwicklung in das bestehende Konzept eingearbeitet.